Das Ergebnis nach mehreren Warenstreiks von ver.di und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder sieht wie folgt aus: Die Gehälter der rund 800.000 Beschäftigten der Länder erhalten rückwirkend ab 1. Januar 2,65 streikProzent mehr Gehalt und weitere 2,95 Prozent ab 1. Januar 2014. Die Azubis bekommen ab Januar 2013 monatlich 50 Euro mehr und weitere 2,95 Prozent ab Januar 2014. Für sie wurde außerdem eine Übernahmegarantie durchgesetzt, wie sie auch bei Bund und Kommunen gilt. Für alle Länderbeschäftigten wurden 30 Tage Urlaub vereinbart. Die Gewerkschaften konnten sich in der Forderung einer Entgeltordnung für die rund 200.000 Angestellten Lehrkräfte nicht durchsetzen.

Verschärfte Tarifauseinandersetzung im Bauhauptgewerbe!

Im Bauhauptgewerbe kam es in der zweiten Tarifverhandlung immer noch zu keinem Angebot seitens Arbeitgeberverbände, diese blieben den Gesprächen ohne überzeugende Begründung sogar fern. Die IG BAU fordert für rund 750 000 Beschäftigte am Bau 6,6 Prozent mehr Lohn und Gehalt. In der ersten Tarifverhandlung für das Gebäudereiniger-Handwerk kam es auch zu keinem Angebot der Arbeitgeberseite.

2012 deutlich mehr Gestreikt als 2011!

Im Jahr 2012 wurde mehr gestreikt, als im Jahre 2011. Dies ist das Ergebnis einer Arbeitskampfbilanz des Wirtschafts-und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung. Fast 1,2 Millionen Beschäftigte haben im vergangenen Jahr die Arbeit niedergelegt. Gerade die Auseinandersetzungen für Haus- und Firmentarifverträgen seien gestiegen. Im internationalen Vergleich ist Deutschland jedoch immer noch streikarm. Die oberen Plätze der streikreichsten Länder sind folgende: Frankreich, Kanada, Dänemark und Spanien.