suruc pmEine Explosion, welche sich heute im Garten des Amara Kulturzentrums, in der Grenzstadt Suruc ereignete, verwandelte den Ort in ein Blutbad. Etwa 300 Jugendliche der SGDF (Föderation sozialistischer Jugendverbände) waren für Wiederaufbauarbeiten nach Kobanê unterwegs und wurden zur Zielscheibe eines Bombenanschlags. Nach verschiedenen Angaben sollen momentan die Zahlen der Toten mehr als 28 betragen.

Nicht nur der Sieg der Volksverteidigungskräfte in Kobanê über die IS-Terroristen, sondern auch die internationale Hilfe für den Wiederaufbau, war den hegemonialen Kräften im Gebiet ein Dorn im Auge. Anzeichen dafür waren auch die polizeilichen Übergriffe auf alle Organisationen, die der Bevölkerung in Kobanê zu helfen versuchten.

Während der Regierungszeit der AKP ereigneten sich mehrere ähnliche Anschläge, wie in Reyhanli, Gaziantep oder dem erst kürzlich verübten Anschlag auf eine Wahlkundgebung der HDP in Diyarbakir, die bislang nicht gänzlich aufgeklärt worden sind. Die Außen- und Innenpolitik der türkischen Regierung stiftet rassistische und terroristische Organisationen nicht nur passiv an, sondern unterstützt diese aktiv in ihren Vorhaben.

Nicht allein das Ausmaß dieses Bombenanschlages ist bemerkenswert, sondern auch die Tatsache, dass die Explosion nicht verhindert werden konnte. Denn die SGDF Gruppe stand auf ihrem Weg ununterbrochen unter der polizeilichen Beobachtung.

Vor allem das Grenzgebiet Suruc war in letzter Zeit bekannt dafür, dass IS-Terroristen mit Wissen der türkischen Behörden sich dort ungestört aufhalten konnten. Waffenlieferungen und IS-Gruppen konnten bisher die Grenzen zwischen der Türkei und Syrien ungehindert passieren.

Dieser Angriff hatte nicht nur die SGDF als Ziel, sondern alle demokratischen Kräfte und Organisationen, die für Frieden, Demokratie und Freiheit kämpfen. Er ist ein Angriff auf die Solidarität zwischen Menschen.

DIDF

Pressemitteilung Download:
Wir verurteilen das Blutbad in Suruc! – Pressemitteilung Flyer A5 2015 PDF
Wir verurteilen das Blutbad in Suruc! – Pressemitteilung Flyer 2*A5 (A4 quer) 2015 PDF