Seit einem Jahr kämpfen wir nun in Deutschland mit dem Corona-Virus. Obwohl immer wieder betont wird, dass das Virus uns alle gleich betrifft, sehen wir immer deutlicher, dass es nicht stimmt. Es gibt unterschiedliche Gruppen, die die Hauptleidtragenden der Pandemie sind. Eine davon sind wir Schüler!

Ob wir Distanz- oder Wechselunterricht haben, wird vollkommen spontan und teilweise willkürlich entschieden. Noch zu Beginn des Schuljahrs wurde einfach so getan, als gäbe es Corona nicht. Wir saßen auf engstem Raum in den Klassen oder in Bus und Bahn zusammen. Jetzt ändern sich die Regelungen gefühlt jede Woche.

Gleichzeitig wurden viele von uns während dem Lockdown vollkommen allein gelassen. Irgendwie mussten wir mit dem Stoff klarkommen, egal ob unsere Eltern uns helfen konnten oder nicht. Irgendwie mussten wir überhaupt an die Lerninhalte usw. kommen, denn die wenigsten hat es interessiert, ob wir überhaupt einen Laptop, Drucker oder einen Internetanschluss haben oder ob wir uns all das vielleicht mit unseren Geschwistern teilen mussten. Genauso wenig, wie es etwas bringt, in der Schule auf engstem Raum zu lernen, bringt es auch nichts, das Zuhause auf engstem Raum tun zu müssen. Der Lockdown hat uns gezeigt: wir hängen mit der, immer so hochgelobten, Digitalisierung weit hinterher. Es muss die Aufgabe des Staates – und nicht unsere – sein, uns mit Lernmitteln auszustatten. Dazu gehören eben auch mobile Endgeräte!

Genauso entschieden, wie für eine gute Bildungspolitik, kämpfen wir für die Erhaltung unseres Planeten. Bis heute hat die Bundesregierung, anders als immer wieder versprochen, keine ernsthaften Schritte unternommen, um CO2-Emmissionen zu verringern. Es sind die Kohlekonzerne und die Automobilbranche, die weiterhin unsere Umwelt verschmutzen. Doch von der Krise spüren die Reichen nichts! Es sind auch hier die Beschäftigten, die die aktuelle Krise momentan am härtesten trifft.  

Doch wir sehen nicht tatenlos zu, wie mit unserer Zukunft gespielt wird! Wir streiken heute als Fridays for Future, sowohl für die Rettung unseres Planeten, aber auch dafür, dass nicht wir diejenigen sind, die mit ihrer Zukunft für die Wirtschaftskrise und die Pandemie bezahlen müssen! Wir Schülerinnen und Schüler haben bereits in den letzten Jahren gezeigt, dass wir bereit sind, für unsere Forderungen auf die Straße zu gehen. Das werden wir auch weiterhin tun, für Umweltschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit!

Deshalb fordern wir, Schüler in der DIDF-Jugend:

Rettet die Erde nicht die Milliardäre!

Außerdem fordern wir

  • Die Verkleinerung der Schulklassen – nicht nur während Corona – für eine bessere Lernatmosphäre
  • Die Bereitstellung von Lernräumen in den Stadtteilen
  • Kostenlose Nachhilfe/ Lernhilfe
  • kostenloser öffentlicher Nahverkehr, der öfter fährt
  • Die kostenfreie Bereitstellung von mobilen Endgeräten fürs Lernen
  • Sanierung der maroden Schulen! Dauerhafte Bereitstellung von Hygieneartikeln & Seife in den Schulen!
  • Mehr Geld in die Bildung!