Das Jahr 2020 beginnt und sowohl Trump als auch Erdogan zeigen ganz im Sinne der Militarisierung und der Kriegspolitik der ganzen Welt ihre Neujahresvorsätze: Krieg, Macht- und Profitgier! Während die USA als erste kriegerische Handlung im neuen Jahr den Irankonflikt, durch einen tödlichen Drohnenangriff auf den iranischen General Soleimani, drastisch eskaliert, bereitet die AKP Regierung türkische Militäreinsätze in Libyen vor und hat sich dazu bereits im eigenen Parlament die Vollmacht dafür geholt. 

Drohnenangriff der USA provoziert einen neuen Krieg im Nahen Osten

Die Ermordung des iranischen Generals Soleimani ist klar eine Machtdemonstration der US-Regierung im Nahen Osten. Natürlich ist Soleimani seinerseits ein Kriegsverbrecher und hat etliche Menschen auf dem Gewissen. Allerdings ist das Motiv der USA bestimmt nicht die Sicherheit der Menschen im Nahen Osten zu gewährleisten, sonst würden sie nicht einen weiteren Krieg provozieren. Zusätzlich zur Destabilisierung der Region in den letzten Jahrzehnten durch die Westmächte, die bisher nur zu Tod und Elend geführt, sowie islamistische Kräfte bestärkt und hervorgebracht haben, kommt nun ein weiterer kriegerischer Akt, dessen Folgen nur wieder zum Leid der Bevölkerung im Nahen Osten führen wird. Als ob das nicht reichen würde, werden diese Angriffe teilweise auch von der US – Militärbasis in Ramstein aus Deutschland durchgeführt. Mit deutscher Hilfe wird also wieder im Nahen Osten gemordet und ein neuer Krieg mit dem Iran provoziert. 

Türkei & Libyen – Soldaten für Erdgas

Zusätzlich dazu kommt, dass die türkische Regierung versucht, ihre militärische und wirtschaftliche Macht im Mittelmeerraum zu erweitern und dazu bereit ist, erneut Truppen in ein anderes Land zu versenden.Schon vergangenes Jahr verstärkten sich die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei aufgrund der Erdgasvorkommen im Mittelmeer in der Nähe der Küste Zyperns. Bei der Erdgaskooperation im östlichen Mittelmeer zwischen Griechenland, Zypern, Israel und dem Libanon wurden nur die Türkei und Syrien ausgeschlossen. Die Türkei, welche seit mehreren Jahren um mehr Einfluss im Gebiet kämpft, reagierte darauf mit Bohrungen in Gewässern, die Zypern für sich beansprucht. Außerdem wurde jetzt ein Abkommen mit der libyschen Regierung über die Erdgasvorkommen und die türkisch-libysche Seegrenze getroffen. Sowohl dieses als auch das Abkommen der Erdgaskooperation Griechenlands stehen jetzt in einem starken Spannungsverhältnis. Die Regierung Libyens erhofft sich dadurch militärische Hilfe im Bürgerkrieg gegen den von Russland, Ägypten und Saudi-Arabien gestützten Warlord Haftar. Die Türkei sichert sich einen Bündnispartner im Mittelmeer und kann mit der Entsendung von Truppen nach Libyen ihre Macht im Gebiet noch weiter ausdehnen. Maßgeblich für die Entsendung der Truppen wird das Gespräch zwischen Putin und Erdogan am kommenden Mittwoch sein. 
Welche Folgen diese Machtspielchen des türkischen Präsidenten Erdogan für die Bevölkerungen im Gebiet haben werden, sind derzeit nicht vorhersehbar. Diese kriegerische Machtausdehnung wird sicherlich nicht in Libyen aufhören. Auch diese Einsätze werden mit deutscher Hilfe durchgeführt, denn die türkische Armee ist eine der größten Abnehmer von deutschen Waffen.

Wir, die DIDF-Jugend, verurteilen jegliche kriegerische Handlungen im Nahen Osten und im Mittelmeerraum

Wir wollen Frieden, statt Krieg

Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Rüstungsexporte