lice titelbildDie friedensfeindliche Politik von Erdogan und seiner AKP-Regierung geht weiter. Denn obwohl sich die kurdischen Kräfte aus Nordkurdistan zurückziehen, besteht die türkische Regierung immer noch drauf, neue Militärstützpunkte, Kasernen und Gefängnisse in dem kurdischen Gebiet zu bauen.

Am 28. Juni 2013 hatten Zivilisten der Region zu einer Demonstration aufgerufen, weil im Kreis Lice der Provinz Diyarbakir/Amed ein weiterer Militärstützpunkt ausgebaut werden soll. Auf die Demonstration antwortete das türkische Militär mit einem Feuer. Dabei wurde ein 18-jähriger Zivilist umgebracht und zehn weitere wurden verletzt, davon drei schwerverletzt.

Wir, als DIDF-Jugend, verurteilen dieses Vorgehen der türkischen Regierung. Denn dieses Vorgehen ist ein Schlag gegen den Friedens- und Lösungsprozess in der Türkei, von dem Erdogan in den letzten Monaten heuchlerisch spricht. Es ist kein Zufall, dass dieser Angriff genau jetzt stattfindet. In einer Zeit, wo sich die kurdischen Guerillakräfte aus Nordkurdistan zurückziehen und in einer Zeit, wo türkische und kurdische Zivilisten Hand in Hand im ganzen Land auf den Straßen sind. Dieser hinterhältige Angriff ist nichts anderes, als eine Sabotage dieser Phase.

Wir sagen Lice ist nicht allein. Die Menschen in der Türkei haben in den letzten Wochen gezeigt, dass sie die Politik Erdogans nicht mehr akzeptieren. Auch in diesen Tagen solidarisieren sich tausende Menschen in Istanbul, Ankara, Izmir und in vielen anderen Städten mit den Menschen in Lice. Erdogan wird es nicht schaffen, die Menschen gegeneinander auszuspielen.

Auch wir solidarisieren uns mit den Menschen in Lice, fordern, dass die türkische Regierung für ihr Vorgehen in Rechenschaft gezogen wird. Und begrüßen die Solidarität, die aus allen Ecken der Türkei kommt!

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Pressemitteilung der DIDF Jugend  zu den Ereignissen in Lice 2013 DOC